10 Richtlinien beim Onlinekauf in der EU

EU-FlaggeDie Europäische Union bietet teilweise eine größere Auswahl als das Innalnd. Zudem ist es nicht mehr notwendig in das jeweilige Land zu reisen, ein Mausklick genügt. Die Europäische Union hat zu Ihrem Schutz als Verbraucher in der EU rechtliche Vorkehrungen getroffen, um beim Onlinekauf auch jenseits von Landesgrenzen Fallen und Probleme möglichst zu vermeiden.

1. Vergleichen Sie!
Das vergleichen der Preise ist in der heutigen Zeit für Sie als Endverbraucher serh einfach geworden. Sie können hierbei auf zahlreiche Preissuchmaschinen zurück greifen. Vorsicht ist hierbei bei den Versandkosten geboten, hierbei sollten Sie genau nachlesen in welcher höhe sich diese betragen.

2. Denken Sie an die Lieferzeiten!
Sollten Sie die Ware verschenken wollen oder benötigen sie zu dringend? Dann beachten Sie die Lieferfristen und  Bestellen Sie rechtzeitig. Die Lieferfristen in Ländern der Europäischen Union sind sehr unterschiedlich und es kann vorkommen das Sie 14 Tage auf Ihre Ware warten müssen. Hinzu kommt, eine internationalen Banküberweisung nimmt einige Tage in Anspruch. Auch eine internationale Postsendung braucht mehr Zeit als eine nationale.

3. Wählen Sie Ihren Verkäufer mit Bedacht aus!
Überprüfen Sie als erstes das Impressum. Hier ist darauf zu achten das der Anbieter Name des Unternehmens und des Geschäftsführers, sowie die vollständige Anschrift angegeben sind. Vermeiden Sie Anbieter bei denen die Adresse unvollständig, oder nur ein Postfach vorhanden ist. Ist eine Telefonnummer angegeben, rufen Sie probehalber ruhig einmal an. Verlangen Sie zusätzliche Auskunft zu Ware, Kundendienst oder Lieferbedingungen. Durch den erstkontakt bekommen Sie einen Eindruck wie seriös das Unternehmen ist. Als nächstes sollten Sie darauf achten ob die Allgemeinen Geschäftsbestimmungen und die vorgeschriebenen Informationen über den Anbieter angegeben worden sind. Schauen Sie auch nach ob mit einem Gütesiegel oder einem sonstigen Label geworben wird. Sollte so ein Siegel vorhanden sein überprüfen Sie die Gültigkeit. In den meisten fällen sind diese Gütesiegel direkt zum anklicken und es erscheinen sofort die Informationen über diesen Anbieter. Sie können sich ein weiteres Bild über das Unternehmen machen, indem Sie sich in Suchmaschinen oder Foren über dieses Unternehmen informieren oder Bewertungen anschauen.

4. Informieren Sie sich über die Zahlungsmodalitäten!
Im Allgemeinen akzeptieren ausländische Websites keine  Schecks oder die Lieferung per Nachname. In den meisten fällen wird eine Vorauszahlung des Warenpreises verlangt bzw. die Zahlung erfolgt per Überweisung oder Kreditkarte.
Gehen Sie bei internationalen Überweisungen sicher, dass der Verkäufer Ihnen seine internationalen Bankdaten (IBAN und BIC) angegeben hat, um die anfallenden Bankkosten möglichst gering zu halten und auf die Kosten für eine nationale Überweisung zu beschränken. Achten Sie unbedingt beim bezahlen mit Kreditkarte darauf das Sie sich auf einer Sicheren SSL geschützten Seite befinden. Sie erkennen die geschützte Seite anhand der URL die in Ihrem Browser sich dann verändert von http://www… in https://www…
Hierbei werden Ihre Daten verschlüsselt übertragen. Sollten Sie einen Missbrauch feststellen kontaktieren Sie sofort Ihre Bank und lassen Ihre Kreditkarte sperren.

5. Überprüfen Sie, zu welchem Zweck Ihre persönlichen Daten verwendet werden!
Heutzutage haben die meisten Onlineanbieter Datenschutzbestimmungen zum nachlesen Online gestellt. Schauen Sie sich diese an und überprüfen Sie ob Daten an Dritte weitergegeben werden. Oder ob Ihre Daten verwendet werden um Ihnen Newsletter oder Werbeangebote zu schicken.

6. Bevor Sie Ihre Bestellung abschicken:
Achten Sie darauf das im Preis die Steuern und die Versandkosten enthalten sind. Sonst kann es am Ende noch eine böse Überraschung geben.

7. Denken Sie an eine Kopie von Kaufvertrag und Kaufbedingungen!
Lesen Sie die allgemeinen Geschäftsbestimmungen: Welche Garantien räumt Ihnen der Verkäufer ein– die gesetzliche Gewährleistung oder noch weitere, darüber hinausgehende? Am besten, Sie drucken oder speichern stets den Vertrag sowie die Kaufbedingungen für Ihre eigenen Unterlagen.

8. Sie sollten immer eine Bestätigung Ihrer Bestellung erhalten!
Speichern Sie diese oder drucken Sie auch diese aus! Spätestens mit Erhalt der Bestätigung Ihrer Bestellung sind Sie vertraglich gebunden und müssen die Ware bezahlen.

9. Wie Sie Ihr Widerrufsrecht wahren:
Sollte Ihnen das Produkt nicht gefallen oder sollte es nicht zu Ihrer Zufriedenheit sein, schicken Sie es innerhalb von sieben Tagen zurück. Das ist die Mindestfrist, die in der Europäischen Union durch Richtlinien festgelegt ist – in bestimmten EU-Mitgliedsländern kann sie auch 14 Tage betragen. Achtung! Bei bestimmten Produkten oder Dienstleistungen haben Sie kein Widerrufsrecht. Dazu gehören CDs oder DVDs, die nicht mehr originalverpackt sind, verderbliche Produkte, Zeitungen und Magazine, aber z.B. auch Reisen und Flüge, die im Internet gebucht werden.

10. Prüfen Sie bei der Lieferung immer den Zustand der Ware!
Im besten falle überprüfen Sie den Zusatand der Ware noch im beisein des Postbotens oder des Paketdienst Mitarbeiter. Sollte das bestellte Produkt beschädigt sein oder nicht dem entsprechen, was Sie bestellt haben, geben Sie das dem Lieferanten noch an der Haustüre zu Protokoll, das heißt, geben Sie den Schaden auf der von Ihnen auszufüllenden Empfangsbestätigung an. Reklamieren Sie den Schaden dann auch bei Ihrem Händler. Und was tun, wenn der sich quer stellt oder nicht Antwortet? Fordern Sie den Verkäufer schriftlich – per Einschreiben mit Rückschein – auf das Produkt zu reparieren oder durch ein neues zu ersetzen oder Ihnen den Kaufpreis zu erstatten. Setzen Sie dafür Ihrem Händler eine angemessene Frist. Sollte das Produkt mit einem Label versehen sein, können Sie sich darüber hinaus an den Herausgeber des Labels wenden. Sollten Sie trotz allem ein Problem haben, können Ihnen die Europäischen Verbraucherzentren weiterhelfen! Heben Sie dafür grundsätzlich nicht nur alle Nachweise über die Korrespondenz mit Ihrem Händler auf, sondern notieren Sie immer auch die Namen Ihrer Ansprechpartner. Im Falle eines Falles können Sie so Ihre Reklamation an das Europäische Verbraucherzentrum schicken. Dieses versucht dann mit Hilfe des Verbraucherzentrums im Land des Händlers eine Einigung zu erzielen –außergerichtlich, versteht sich.

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