Bewerbungskiller soziale Netzwerke?

bewerbungDass soziale Netzwerke schnell den zukünftigen Job oder Ausbildungsplatz gefährden, wird einem sofort klar, wenn man sich die Arbeitsweise eines Personalchefs vor Augen führt.

Dieser sichtet zuerst die Bewerbungen, egal ob diese in klassischer Papierform oder online erfolgt sind, nach simplen Kriterien. Ist die Bewerbung an eine andere Firma adressiert, weil sich der Bewerber bei vielen Firmen in kurzer Zeit mit dem selben Schreiben beworben hat oder finden sich Rechtschreibfehler, die jedes Korrekturprogramm erkennt, wird eine Standard-Antwort geschickt und das war es.

Aber was passiert mit den Bewerbern, deren Schreiben interessant sind? Wie soll der Personalchef herausfinden, welcher der vielleicht 50 übrigen Bewerber auf die eine Stelle, die er besetzen soll, am besten passt?

Ganz einfach, Google hilft. Denn die meisten Jugendlichen haben heutzutage Accounts bei sozialen Netzwerken oder eine kleine Webseite. Kein Personalchef möchte jemanden einstellen, dessen Trinkfotos man im Internet findet oder der peinliche Gruppenzugehörigkeiten bei StudiVZ hat. Alle Bewerber in die Suchmaschine einzugeben kostet immer noch weniger Zeit, als sie zum Gespräch einzuladen.

Häufig ist eine exakte Trennung von privaten und öffentlichen Informationen bei sozialen Netzwerken gar nicht möglich. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisiert dringenden Nachholbedarf beim Datenschutz solcher Plattformen. Auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen teilt diese Meinung und mahnte daher Facebook und XING ab. Diese reagierten schnell: Bei XING sollen in Zukunft beispielsweise die Forenbeiträge nicht mehr angemeldeter Nutzer gelöscht werden und bei Facebook wird man detaillierter entscheiden können, welche Informationen wem zugänglich sind.

Bei der Nutzung sozialer Netzwerke sollte man daher immer darauf achten, was man öffentlich zeigt und was nicht.

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Ein Kommentar on “Bewerbungskiller soziale Netzwerke?”

  • Najima El Moussaoui wrote on 16 September, 2009, 12:30

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mein Name ist Najima El Moussaoui. Ich bin Autorin beim Nachrichtensender n-tv. Für einen Beitrag über soziale Netzwerke im Internet und ihre Folgen für das Arbeitsleben, suche ich eine Person, deren (potentieller) Arbeitgeber persönliche Daten über sie im Internet aufgespürt hat und das Folgen für den Beruf hatte.

    Wenn Sie mir von Ihren Erfahrungen berichten möchten, erreichen Sie mich über Email unter der Adresse: Najima.ElMoussaoui@n-tv.de oder telefonisch unter der Nummer: 0221 – 91 52 23 88.

    Mit besten Grüßen

    Najima El Moussaoui

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